Zschadraß. 1868 Entstehung einer Irrenanstalt. Der Ort eine Klinik, die Klinik ein Ort.
Bis heute. Mitten in Sachsen, idyllisch auf einem Hügel gelegen, wirtschaftlich und kulturell vergessenes Land.

Im Sommer und Herbst 2003 entsteht auf dem Gelände der Psychiatrie ein Kunst + Museumsprojekt. Der Arbeitsprozess gleicht am ehesten einer Segelfahrt ins offene Meer.
Historische Gegenstände tauchten bei der Sanierung durch den neuen Träger des Krankenhauses auf. Kann man dieser Geschichte mit einem Museum gerecht werden? Gegenstände und Dokumente beschriften und in Glasvitrinen ausstellen?
Es wird nach lebendigeren Möglichkeiten gesucht. Durch einen zufälligen Kontakt mit dem österreichischen Künstler christoph mayer chm. ergibt sich eine entscheidende Wendung. Er zieht für einige Monate auf das Klinikgelände, recherchiert und lernt Patienten kennen, erprobt das Sein im Ort. Dabei entsteht die Idee, die Exponate in ein Kunstwerk zu integrieren, das man in fünf aufeinander folgenden Räumen durchschreitet. Ausgehend von der Orts- und Klinikgeschichte werden die Themen erweitert auf Psychiatriegeschichte, Ethik und Neurologie.
Wissenschaftler, Ärzte und Historiker arbeiten mit dem Künstler zusammen. Die Gemeinde, das Diakoniewerk, der Verein Ländliches Leben und viele Ehrenamtliche helfen, dieses einzigartige Gemeinschaftswerk zu realisieren.
Die Kunst ist hier!

Das Kunst + Museumsprojekt ist jetzt eine Dauerausstellung.

 

 

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