Ulrike S., ehemalige Patientin der Zschadrasser Klinik

Sie waren zur Eröffnung des Kunst + Museumsprojekts da. Wie empfanden Sie die Ausstellung?

Ich fand die Ausstellung sehr interessant, die der Christoph Mayer da gezaubert hat und ich war auch sehr gespannt auf meinen Ausschnitt, den Einblick, den ich ihm gegeben habe in meine Krankheit. Wie er das dann umgesetzt hat, fand ich sehr interessant.

In dem dunklen Raum mit den Hängestühlen erzählen Sie Ihre Geschichte auf eine sehr persönliche Art. Wie ist das für Sie, wenn das nun Besuchern zugänglich ist?

Ich wollte Menschen, die sich noch nie damit befasst haben, einen Einblick geben, damit sie sehen was es für Krankheiten gibt und wie sich die Betroffenen damit auseinandersetzen ... wie sie sich dabei fühlen und was in ihnen vorgeht.

Wenn Sie durch das Gelände von Zschadraß laufen, welche Stimmung spüren Sie dann hier?

Das Einzige, was mir da immer durch den Kopf geht, ist meine eigene Vergangenheit. Ich muss immer an den ersten Tag denken, daran, wie ich ausgebüchst bin und durch das Gelände gelaufen. Nicht unbedingt das Städtchen Zschadraß, es geht mir eigentlich nur um mich selber, wenn ich hier bin.
Ich habe meinen Aufenthalt hier nicht nur als schlimm empfunden. Es gab auch sehr viele schöne Momente. Ich habe auch viele Leute kennen gelernt. Das waren eigentlich alles schöne Momente, trotz der schlimmen Krankheit.

 

 

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